Ostern ist gerade vorbei und Sie haben noch nicht genug Eier gefunden? Auf dem PC finden Sie noch ein paar.
Als Easter Eggs bezeichnet man versteckte Funktionen in Programmen. Aber auch auf Film-DVDs findet man manchmal versteckte Menüs, entfallenen Szenen oder Vorschaufilme. Auf der ersten DVD der „Herr der Ringe"-DVD (special extended Version) findet man im Kapitelmenü auf der Seite der Kapitelübersicht 25 bis 27 ein Easter Egg. Wenn man in der Kapitelliste nach dem 27. Kapitel noch einmal die Runter-Taste betätigt, erscheint ein Ring. Nach dem Drücken der Enter-Taste startet eine „Herr der Ringe"-Parodie mit Jack Black und Sarah Michelle Gellar.
Selbst in Mobiltelefonen gibt es verschiedene Easter Eggs.
In Programmen sind Easter Eggs häufig Listen oder Bilder der Entwickler. Google hat einen bunten Reigen an Suchanfragen, die originelle Ergebnisse liefern.
Übrigens sind solche versteckten Informationen über Künstler keine Erfindung der Neuzeit. Bekannt ist zum Beispiel, dass Rembrandt (1606-1669) sich in dem Osterbild „Kreuzaufrichtung" selbst als Kreuzaufsteller gemalt hat.
Seit 1982 findet sich im medizinischen Wörterbuch Pschyrembel eine Eintrag zur Steinlaus, bekannt aus einem Loriot-Sketch. Diese Art von Osterei in einem Lexikon nennt man Nihilartikel.
Wenn Sie gerne das mitgelieferte Solitär spielen, aber das Ende noch nicht kennen oder schnell den laufenden Kartenstapel sehen möchten, spielen Sie einfach mal mindestens 30 Sekunden und rufen dann die Tastenkombination Alt + Hochstelltaste + 2 (auf dem Tastaturblock). Das Programm Editor zeigt eine besondere Einstellung zum ehemaligen US-Präsidenten Bush. Wenn Sie im Programm den Text „bush hid the facts", „Bush hat die Fakten verschwiegen", eingeben, die Datei dann speichern und erneut aufrufen, hat sich der Text geändert. Andere Programm zeigen den Originaltext an. Wenn Sie schon immer mal wissen wollten was XP eigentlich heißt, wählen Sie als Bildschirmschoner „3D-Objekte". Unter Einstellungen suchen Sie den Stil „Fahne mit Muster" und starten den Bildschirmschoner mit der Vorschau. Dann erfahren Sie, was XP ausgeschrieben heißt.
Rufen Sie die Startseite von Google auf und geben Sie im Suchfeld einen der Begriffe „Google redneck", „Google pirate", „Google Linux", „Google l33t" oder „Google Dark" ein und klicken Sie auf die Schaltfläche „Auf gut Glück!". Wenn Sie jeweils das erste Suchergebnis anklicken, erscheint die Google-Oberfläche in besonderen Farben und mit geänderten Begriffen. Von diesen Begriffen gibt es viele weitere. Unter der Adresse www.google.com/webhp?hl=xx-klingon können Sie Google sogar auf klingonisch nutzen.
In der Bildersuche führt der Suchbegriff „241543903" zu Bildern, auf denen Menschen ihren Kopf in Kühlschränke stecken.
Im Google Reader kann man mit der Tastenkombination hoch – hoch – runter – runter – links – rechts –links – rechts - b – a das Ninja-Thema aufrufen. Der Tastencode ist berühmt und heißt Konami-Code, weil er in vielen alten Konami-Spielen Extras aktivierte.
Wenn man in der Adresszeile von Firefox „about:mozilla" eingibt, erscheint ein Text des fiktiven Buchs Mozilla. Mit „about:robots" erhalten Sie von Isaac Asimov beeinflusste Texte über Roboter.
Auf dem Mars können Sie sich sogar mit einem Marsmännlein unterhalten. Meliza finden Sie, wenn Sie in Google Earth unter „Ansicht" – „Erkunden" – „Mars" wählen. Geben Sie in der Suche „Meliza" ein und klicken Sie den Marsbewohner an. Er wird mit Ihnen einen Plausch halten wollen.
Mit der Tastenkombinaiton Strg + Hochstelltaste + Y werden Teddybären mit roter Schleife eingeblendet.
Wenn man im Player die Hoch- und die Links-Taste (zwischen Tastatur- und Ziffernblock) drückt, kann man man den Videospielklassiker Snake spielen.
[Thomas Siems]