In den Sommerferien sind viele Menschen im Urlaub und machen mit Digitalkameras Fotos zur Erinnerung an diese schöne Zeit. Digitalkameras sind mit starkem Sonnenlicht aber häufig überfordert, so dass das Ergebnis manchmal nicht den Vorstellungen entspricht. Neben „falschen“ Farben ist manchmal der Bildausschnitt nicht wie gewünscht oder es befinden sich störenden Elemente, zum Beispiel Autos, im Bild.
Das Werkzeug der Wahl ist das freie Programm GIMP, dessen Möglichkeiten der Bildbearbeitung nahezu unbegrenzt sind und dass Sie nach den Sommerferien in einem Kurs besser kennenlernen können.
Daneben greifen dem Fotografen viele nützliche Helferlein unter die Arme, die sich auf ein bestimmtes Thema spezialisiert haben.
Das Werkzeug jpg-Illuminator widmet sich ganz der Belichtungsverbesserung und ist vom USB-Stick auch mobil einsetzbar.
Störende Inhalte digitaler Aufnahmen lassen sich mit Hilfe des Online-Werkzeugs Webinpaint austreiben.
Neben dem Aufhübschen der Bilder möchte man diese aber auch verwalten, insbesondere wenn die Sammlung schnell anwächst . Hilfreich ist dafür Software, die den Bildern auch Stichworte, Aufnahmenorte und die Namen der abgebildeten Personen zuordnet und die Sammlung dann auch gleich online zur Schau stellt. Umfangreich und einfach ist vor allem Googles Picasa.
Bei der ganzen Vielfalt der Programme, die man auch bei einfacher Arbeit mit Bilder verwendet, ist ein Bild häufig vier, fünf Mal durch die Pixelmaschinen gelaufen. Um hier zusätzliche Qualitätsverluste zu vermeiden, sollte man zumindest in der Bearbeitungsphase auf das beliebte Dateiformat JPG verzichten und auf verlustfreie Formate, vor allem TIF, ausweichen.
Sollten Sie alte Aufnahmen selber einscannen, werden Sie immer wieder mit Kratzern, Fusseln und anderen Verschmutzungen zu kämpfen haben. Mit ein wenig Übung ist das Heilen-Werkzeug von GIMP sehr hilfreich, diese Makel zu beseitigen. Polaroids Dust & Scratch Removal Software möchte das halbautomatisch lösen.
Bei der Bearbeitung der Farbwerte sollte man immer bedenken, dass unterschiedliche Bildschirme Farben anders darstellen. Deswegen sollten man sich die eigenen Bilder immer mal wieder auf unterschiedlichen Monitoren und/oder Fernsehern betrachten, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was bei Farbveränderungen passiert.
Falls die Bilder klassisch auf Papier gebracht werden sollen, darf man beim Papier nicht sparen. Die Qualität eines Ausdrucks ist zum allergrößten Teil vom Papier abhängig. Auch das Ausprobieren der Druckereinstellungen hilft beim Erreichen einer guten Druckqualität; in aller Regel sind die vom Hersteller angebotenen Druckprofile hinreichend angepasst und man wählt die Einstellungen, die der gewählten Papiersorte und der gewünschten Druckqualität entspricht. Oder man wendet sich gleich an Automaten, die in vielen Drogerien stehen; der Druck kommt unterm Strich hochwertiger und meist auch günstiger als mit dem heimischen Tintenstrahler. Alternativ bieten viele Copyshops und Online-Dienste den Druck in vielen verschiedenen Größen und Papiersorten an.
Farben auf einem Monitor setzen sich anders zusammensetzen als auf einem Blatt Papier. Monitore verwenden die so genannte additive Farbmischung. Da bedeutet, dass weiß als Summe aller Farben erzeugt wird, wobei die Grundfarben rot, grün und blau genutzt werden. Ein Drucker nutz die subtraktive Farbmischung. Weiß wird durch Weglassen der Grundfarben erzeugt, ein Blatt Papier ist bereits weiß. Die Grundfarben der subtraktiven Farbmischung sind cyan, magenta, gelb und schwarz. Tintenstrahldrucker verwenden unter Umständen weitere Farben.
Die Summe aller Farben, die ein Gerät darstellen kann, nennt man Gamut. Auf Grund der unterschiedlichen Erzeugung der Farben, kann ein Drucker nicht die gleichen Farben drucken, die ein Foto hat.
Wenn alle Erinnerungen gespeichert und bearbeitet sind, muss man sich aber auch noch um eine sinnvolle Datensicherung kümmern; in aller Regel ist eine externe Festplatte das Mittel der Wahl; dazu kommt ein robustes Programm, dass die Daten unkompliziert kopiert. Microsoft bietet hierfür das kostenlose Programm Synctoy an.
Hier finden Sie ein paar Beispielbilder, was man mit kostenloser Software unter anderm machen kann.
[Thomas Siems]