Risiken und Nebenwirkungen der Virtuellen Realität

Nach Berichten aus den ersten Jahren nach der Erfindung des Films ist bekannt, dass Menschen in Panik gerieten, wenn sie Szenen sahen, bei denen eine Lokomotive oder ein Pferdewagen direkt auf sie zu raste. Virtuelle Realität anno 1900. Und immer wieder versuchte man später mit neuartigen Verfahren, zum Beispiel auch 3D- und Panoramafilmen, der tatsächlichen Realität so nahe wie möglich zu kommen. Man kann diese Verfahren insgesamt unter dem Begriff Immersion subsumieren, also als Versuch, in die Realität einzutauchen oder sich direkt in das Geschehen hinein zu versetzen. Ein ganz wesentlicher bislang vollkommen vernachlässigter Punkt ist dabei, dass die Realitätswirkung nur dann vollkommen oder nahezu vollkommen sein kann, wenn das Bild gewissermaßen unendlich zu sein scheint oder anders ausgedrückt, wenn es keinen erkennbaren Rahmen gibt, an dem das Bild beginnt oder endet. Heutige 360°-Panoramafilme, wie sie beispielsweise ganz hervorragend vom Fraunhofer-Institut Heinrich Hertz in Berlin erstellt und in deren Labor auch gezeigt werden, kommen dieser Prämisse schon sehr entgegen, wenngleich natürlich auch nach oben und unten ein schwarzer Rand den Abschluss bildet, da die Projektion ja nicht sphärisch in eine Kugel erfolgt, also in der Horizontalen oben und unten begrenzt ist.

Quelle/weiterlesen: https://www.fktg.org/risiken-und-nebenwirkungen-der-virtuellen-realitaet

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